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Ägypten - Angst vor "Demonstrationen der Wut"

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Ägypten - Angst vor "Demonstrationen der Wut"

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Hochspannung vor dem Freitagsgebet in Ägypten. Nach mindestens 20 Festnahmen in ihren Kreisen will sich die verbotene aber tolerierte Moslembruderschaft den sogenannten “Demonstrationen der Wut” gegen die Regierung Mubarak anschließen.

Die Moslembrüder sind die größte Oppositionsbewegung in Ägypten mit geschätzt etwa einer Million aktiven Mitgliedern. Bisher war es ihnen freigestellt, sich an den Protesten zu beteiligen.

Essam Al-Arian, Sprecher der Moslembruderschaft:

“Es wird weitergehen, bis das Regime auf die realen Forderungen reagiert. Schöheitsoperationen retten die Lage nicht.”

Seit Beginn der Proteste am Dienstag – den größten seit der Machtübernahme von Hosni Mubarak vor 30 Jahren – gab es mindestens sieben Tote, etwa 1000 Menschen wurden festgenommen.

Auf der Sinai-Halbinsel wurden bei Kämpfen zwischen protestierenden Beduinen und der Polizei zwei Menschen getötet.

In Suez ging die Polizei mit Tränengas und gummiummantelten Stahlgeschossen gegen Demonstranten vor.

Viele Internet-Funktionen sind massiv gestört. Sicherheitskräfte sollen für Freitagmittag Gebete in den meisten Moscheen im Zentrum von Kairo und in größeren Moscheen im Land verboten haben, um Versammlungen von Demonstranten zu verhindern.