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Davos-Teilnehmer suchen nach Medizin für Aufschwung

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Davos-Teilnehmer suchen nach Medizin für Aufschwung

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Wie kann sich die kränkelnde Wirtschaft am besten von der Krise erholen? Diese Frage stand am dritten Tag im Mittelpunkt des Weltwirtschaftsforums in Davos. Der britische Regierungschef David Cameron forderte andere europäische Staaten auf, dem englischen Beispiel zu folgen. Er sagte, “wir haben uns aus der Gefahrenzone herausmanövriert, indem wir uns ein ambitioniertes Programm gesetzt haben. Das Programm geht über mehrere Jahre, ein zehn Prozent Defizit verschwindet nicht von heute auf morgen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Programm einhalten. Dann können die britische und die europäische Wirtschaft rasch wieder auf die Beine kommen.”

Während die Europäer sich eine gesunde Sparkur verschreiben, um ihr wirtschaftliches Unwohlsein zu heilen, halten dies nicht alle für die richtige Medizin. Gegenwind kommt vom amerikanischen Finanzminister Timothy Geithner. Er sprach sich entschieden gegen zu drastische Sparmaßnahmen: “Das wichtigste Fundament für Wachstum wird – und das wird, glaube ich, allgemein anerkannt – durch das Bildungssystem gelegt. Bildung ist Sache der Regierung. Sie muss sicherstellen, dass Dinge wie Bildung gefördert werden, denn der Markt wird nicht von selbst und in angemessener Höhe in Wissenschaft und Forschung investieren.”

Am Vortag hatte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vor den 2500 Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft gefordert, auch in Krisenzeiten am Euro festzuhalten.