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Proteste in Tunesien

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Proteste in Tunesien

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Trotz einer weitgehenden Regierungsumbildung in Tunesien halten die Proteste an. Sie richten sich gegen Ministerpräsident Mohammed Ghannouchi, der als einer von drei alten Gefolgsleuten des gestürzten Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali in der Übergangsregierung verbleibt. Am Donnerstag hatten die meisten Vertreter der alten Garde nach tagelangen Protesten die Übergangsregierung verlassen. Schlüsselressorts wie Verteidigung, Inneres, Äußeres und Finanzen werden neu besetzt. Die an den Protesten maßgeblich beteiligten Gewerkschaften wollen Ghannouchi zwar nicht unterstützen, aber tolerieren.

Unterdessen haben die tunesischen Sicherheitskräfte zahlreiche Angehörige der Familie von Ben Ali festgenommen. Die tunesische Regierung beantragte einen internationalen Haftbefehl gegen den nach Saudi-Arabien geflohenen Ex-Präsidenten und seine Frau. Die Schweiz ließ seine Konten einfrieren.