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Tote und Verletzte bei Revolte in Ägypten

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Tote und Verletzte bei Revolte in Ägypten

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Der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei ist unter Hausarrest gestellt worden. Das bestätigten ägyptische Regierungskreise. Der frühere Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA war erst am Donnerstag nach Ägypten zurückgekehrt. Er gilt vielen als Hoffnungsträger und als möglicher Nachfolger von Präsident Husni Mubarak.

Hunderttausende sind in Ägypten auf den Straßen, um gegen das Regime des seit 30 Jahren herrschenden Mubarak zu protestieren. Bei Zusammenstößen mit der Staatsgewalt sollen nach unbestätigten Berichten mindestens drei Menschen getötet worden sein, zahlreiche wurden verletzt. In Kairo war von den heftigsten Protesten seit den Hungerrevolten im Jahr 1977 die Rede. Die Menschen fordern Demokratie, bessere Lebensbedingungen und eine Ende der Herrschaft Mubaraks. Die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein. Die Demonstranten warfen Steine und zündeten Polizeireviere und Einsatzfahrzeuge an. Augenzeugen berichteten, im Ost-Kairoer Stadtbezirk Ain Shams sei ein Demonstrant getötet wurde, als die Menge versuchte, den Sicherheitskräften ihre Waffen abzunehmen. Im Stadtzentrum fuhren gepanzerte Polizeifahrzeuge auf, einige machten regelrecht Jagd auf Demonstranten. Das Hauptquartier der regierenden Nationaldemokratischen Partei stand in Flammen, Berichten zufolge wurde das Außenministerium gestürmt.