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Ägypten: Wie der Bevölkerungszuwachs das Wachstum frisst

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Ägypten: Wie der Bevölkerungszuwachs das Wachstum frisst

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Die Protestbewegung in Ägypten hat keinen Kopf – sie hat sehr viele. Links oder rechts – das ist keine Frage, auch zu den Islamisten gehen viele Demonstranten auf Distanz.

Sie sind gegen Korruption, Polizeiübergriffe, ungleiche Chancen und Einkommensverteilung.

Was sie wollen, sind Arbeitsplätze, billige Nahrungsmittel, demokratische Freiheiten, Zukunft.

Ein paar Meinungen:

“30 Jahre sind genug”, sagt einerr. “Sie waren die ganze Zeit an der Macht. Sie haben korruptes Blut ins Land gebracht. Und sie kaufen Getreide für Tiere von Russland und geben es uns.”

“Was soll ich sagen? “Er” und seine Umgebung sind Diebe.”

“Alles, was wir wollen, ist das System zu ändern. Das System ist korrupt.”

In Zahlen:

Etwa die Hälfte der Ägypter lebt von rund 1 Euro 50 pro Tag. Die Bevölkerung wächst rasant, seit 200 Jahren schon. Die Folge:

Die Wirtscvhaft wächst kräftig, trotzdem wird die Masse der Bevölkerung nicht reicher, sondern ärmer. Anders als in Algerien oder Libyen gibt es keine Erdöl- und Erdgaseinnahmen, die soziale Spannungen mildern könnten.

Und zwei Drittel der Ägypter kennen nichts als Mubarak – sie sind 30 Jahre alt oder jünger.