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Ägypten: Hoffnung und Angst in Israel

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Ägypten: Hoffnung und Angst in Israel

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Israel blickt mit gemischten Gefühlen auf die Ereignisse in Ägypten: Die Hoffnung, dass der neue ägyptische Vizepräsident Suleiman fest zum Frieden mit Israel steht mischt sich mit der Angst vor radikalen Islamisten, die im Zuge der Unruhen an die Macht kommen könnten.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu unterstreicht denn auch vor den Kameras die Bemühungen seiner Regierung, den über 30-jährigen Frieden zwischen beiden Ländern am Leben zu erhalten. Seine Minister wies ar aber Medienberichten zufolge dazu an, sich nicht zu den Unruhen im Nachbarland zu äußern.

Ägypten war 1979 das erste arabische Land, das Frieden mit Israel schloss – später nur von Jordanien gefolgt. Das damalige Friedensabkommen gilt als Meilenstein im Nahost-Friedensprozess und als Grundlage für alle weiteren Verhandlungen.

In jüngser Zeit nahm auch der neue ägyptische Vizepräsident Suleiman als Vermittler an diesen Verhandlungen teil, für die Israelis eine Garantie, dass der gemeinsame Frieden nicht gefährdet ist – zumindest solange die derzeitige Regierung in Kairo an der Macht ist.

Ob das noch lange so bleibt ist ungewiss. Darum herscht in Israel auch Angst: dass das Land nämlich mit Mubarak und dessen Umfeld seinen wichtigsten Verbündeten in der arabischen Welt verlieren könnte.