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Demos gegen Berlusconi: "Italien ist kein Bordell"

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Demos gegen Berlusconi: "Italien ist kein Bordell"

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Die Sympathie der Italiener für Ministerpräsident Silvio Berlusconi sinkt immer weiter.

In der Ruby-Affäre will die Staatsanwaltschaft italienischen Medien zufolge in den nächsten Tagen Anklage gegen den Regierungschef erheben.

In Rimini demonstrierten Einwohner gegen Rubys Besuch in einem Nachtklub der Stadt.

Ruby soll als Minderjährige auf Berlusconis Parties gewesen sein und Geld von ihm erhalten haben. Auch habe er sich bei der Polizei für sie eingesetzt, als die Marokkanerin wegen Diebstahls festgenommen war.

Einem anderen Partygast, einer jungen Frau aus der Domenikanischen Republik, soll der Ministerpräsident zu einem italienischen Pass verholfen haben.

Der 74-Jährige hatte in der Vergangenheit stets betont, in seiner Villa hätten gesittete Essen stattgefunden, keine Sexorgien. Er arbeite hart und habe das Recht auf ein klein wenig Spaß.

In Mailand demonstrierten an die 10.000 Frauen gegen Berlusconi. “Wir akzeptieren viel zu viel”, sagt eine von ihnen. “Nur, weil etwas sich so abgespielt hat, müssen wir es nicht als normal ansehen und akzeptieren.”

Auch in Florenz gingen die Menschen gegen Berlusconi auf die Straße. “Italien ist kein Bordell”, haben sie auf die Plakate geschrieben.