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Proteste in Ägypten: Armee rückt in Scharm el Scheich ein

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Proteste in Ägypten: Armee rückt in Scharm el Scheich ein

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In Ägypten gehen die Proteste gegen Präsident Husni Mubarak weiter. Zahlreiche Demonstranten lieferten sich im Zentrum von Kairo Straßenschlachten mit Sicherheitskräften. Am Morgen rückte die ägyptische Armee auch in Teile der Touristenhochburg Scharm el Scheich am Roten Meer ein, sowie in Al-Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel.

Trotz Ausgangssperre hatten in der Nacht hatten wieder bewaffnete Banden geplündert. In zwei Gefängnissen gelang tausenden Häftlingen die Flucht, darunter auch Schwerkriminellen und verurteilten Extremisten.

Die ägyptischen Behörden entzogen dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera die Lizenz.

In China blockiert die Regierung inzwischen Suchergebnisse zum Thema Ägypten.

Vorerst denkt der 82-jährige Mubarak aber nicht daran, abzudanken. Erstmalig ernannte er mit dem Geheimdienstchef Omar Suleiman einen Vizepräsidenten.

Hunderte Verdächtige wurden seit Ausbruch der Proteste festgenommen. In der Nacht führten Soldaten Männer ab, die sich nicht an die Ausgangssperre gehalten hatten.

Bewaffnete Banden haben selbst Krankenhäuser überfallen. Hinzu kommen Banken, Supermärkte, Privathäuser, das Ägyptische Museum in Kairo. Vierlerorts haben sich Bürgerwehren gebildet, die versuchen, die Plünderer an ihren Raubzügen zu hindern.

Die Sorge um Sicherheit dominiert inzwischen den politischen Kampf. Zahlreiche Ausländer, aber auch wohlhabende Ägypter versuchen, das Land zu verlassen.