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Soweto betet für Mandela

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Soweto betet für Mandela

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Nelson Mandela. Er wird verehrt, als sei er schon gegangen von dieser Welt. Von so vielen in Südafrika war er Hoffnungsträger und Erlöser vom rassistischen Appartheids-Regime.

In der Regina Mundi-Kirche im Johannesburger Township Soweto haben sie an diesem Sonntagmorgen gebetet für Mandela.

Es ist die Kirche, in der auch 35 Jahre nach der Stürmung durch die Polizei Einschusslöcher an die Brutalität des Zwei-Klassen-Regimes erinnern. Es ist das Township, in dem Mandela gelebt hat.

“Wir beten für ihn, weil er uns dieses neue Südafrika geschenkt hat”, sagt ein junges Mädchen. “Er ist unser Vater. Wir sind alle seine Kinder. Deshalb beten wir für ihn.”

“Wir müssen beten”, sagt der Priester. “Wenn Gott ihn ruft, müssen wir ihn gehen lassen. Gleichzeitig sind wir dankbar für das, was er für uns war.”

Der 92-jährige Friedensnobelpreisträger ist am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Wegen Lungenbeschwerden wurde er behandelt. Die Regierung versichert, es gehe im gut. Mandela lebt heute nicht mehr in Soweto. Und er ist doch allgegenwärtig.