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Tausende zum letzten Mal bei "Bloody-Sunday"-Marsch in Nordirland

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Tausende zum letzten Mal bei "Bloody-Sunday"-Marsch in Nordirland

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Mehrere Tausend Menschen sind nach 39 Jahren wohl zum letzten Mal im nordirischen Londonderry zusammengekommen, um der Opfer des “Bloody Sunday” von 1972 zu gedenken.

Damals hatte britisches Militär vierzehn unbewaffnete Menschen bei einer Demonstration erschossen. Im vergangenen Sommer hatte sich London entschuldigt.

Dennoch können nicht alle verstehen, dass der Marsch jetzt eingestellt werden soll.

Kate Nash verlor ihren Bruder durch Kugeln der Briten. Sie sagt: “Den Marsch abzuschaffen, das nützt doch nur den Briten. Damit sie nicht jedes Jahr wieder an die Grausamkeiten erinnert werden, die sie begangen haben.”

Die Ereignisse am 30. Januar 1972, dem “Bloody Sunday”, hatten schließlich zur Eskalation des Konfliktes zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland geführt.