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Zehn Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

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Zehn Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

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Bei einem schweren Zugunglück im Sachsen-Anhalt im Osten Deutschlands sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Rund 40 Passagiere wurden verletzt. Einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Unter den Toten sind auch der Lokführer und eine Schaffnerin.

Der private Harz-Elbe-Express war auf einer eingleisigen Strecke frontal mit einem Güterzug zusammengestoßen und entgleist. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Personenzug völlig zusammengedrückt.

Das Unglück ereignete sich kurz vor Hordorf in der Nähe von Oschersleben. Der Nahverkehrszug war auf dem Weg von Magdeburg nach Halberstadt. Wegen dichten Nebels konnten keine Hubschrauber landen. Auch eisige Kälte erschwerte die Rettungsarbeiten.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Am Morgen nahmen Experten des Landeskriminalamtes und des Eisenbahnbundesamtes ihre Ermittlungen auf. Laut dem Innen-Staatssekretär von Sachsen-Anhalt, Rüdiger Erben, hat das Signal für den Nahverkehrszug auf Grün gestanden. Allerdings seien daraus noch keine Rückschlüsse auf eine Schuld oder die Unglücksursache zu ziehen.

In Deutschland hat es seit mehr als sieben Jahren kein tödliches Zugunglück gegeben.