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Opposition macht mobil

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Die ägyptische Oppositionsbewegung macht mobil: Für diesen Dienstag kündigte sie einen “Marsch der Millionen” an. Ziel sei es, weiter Druck auf den angeschlagenen Präsidenten Husni Mubarak auszuüben. Die Armee kündigte an, keine Gewalt gegen die Bürger einsetzen zu wollen und sich zurückzuhalten. Man verstehe die Forderung der Bürger. Zehntausende Menschen versammelten sich erneut auf dem zentralen Tahrir-Platz. Auch die Polizei, die sich nach der Eskalation der Proteste weitgehend zurückgezogen hatte, war in einigen Stadtvierteln wieder zu sehen. Zudem wurde eine verlängerte Ausgangssperre verhängt. “Wir lehnen alles ab, was von Seiten Mubaraks kommt”, sagt einer der Demonstranten. “Wir wollen ein Ende des Regimes und das Volk wird über die Zukunft entscheiden.” Ein anderer meint: “Alle fordern, dass der Präsident die Macht abgibt. Danach soll das Volk in freien und transparenten Wahlen entscheiden, wer neues Staatsoberhaupt wird. Das ist unser Standpunkt.” Auch die Umbildung von Mubaraks Regierung konnte die Gemüter nicht beruhigen. Seine Ankündigungen zu wirtschaftlichen und politischen Reformen gingen nicht weit genug, kritisiert die Opposition. “Es gibt keine Alternative, als dass das Regime gestürzt werden muss: So antworten die Ägypter auf die Umbildung der Regierung, die für sie nichts anderes darstellt, als das alte Regime”, kommentiert euronews-Korrespondent Mohamed Elhamy die Lage.