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Proteste in Ägypten wirken sich auf die Wirtschaft aus

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Proteste in Ägypten wirken sich auf die Wirtschaft aus

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Die Unruhen in Ägypten lähmen die Wirtschaft des Landes. Der niederländische Bierbrauer Heineken und der japanische Autohersteller Nissan stellten die Produktion in ihren ägyptischen Werken vorerst ein. Geldhäuser bleiben nach einer Empfehlung der ägyptischen Zentralbank geschlossen, auch Tankstellen und Geschäfte reagierten auf die unsichere Lage und ließen die Rollbalken unten. Ökonomen wie Salah Al Desouky sprechen von einer schwierigen Situation: “Die derzeitige wirtschaftliche Lage ist wegen der politischen Krise sehr angespannt. Die Wirtschaft ist für eine solche Krise nicht stark genug. Das Resultat sind Produktionsstopps und viele wirtschaftliche Interessen sind derzeit ernsthaft gefährdet.”

An den Börsen der Region, wie hier im jordanischen Amman, ist die Stimmung gedämpft. Die ägyptische Börse blieb geschlossen, nachdem der Leitindex in den zwei Tagen nach Ausbruch der Proteste um 16 Prozent gefallen war. Im Libanon, in Marokko, Bahrein oder den Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichneten die Märkte Kursverluste.

Auch an den europäischen Börsen halten sich die Anleger eher zurück. Der Dax in Frankfurt schloss mit minus 0,3 Prozent, der SMI in Zürich mit minus 0,5 Prozent. Ängste vor einem Übergreifen der Proteste auf die großen Ölförderländer treiben den Ölpreis weiter in die Höhe. Das Barrel Brent kostete 100 Dollar, das Barrel WTI 90 Dollar 20.