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Demonstranten aus allen Teilen der ägyptischen Gesellschaft

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Demonstranten aus allen Teilen der ägyptischen Gesellschaft

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Die Ägypter nehmen ihr Schicksal in die Hand. Die Millionen Menschen auf den Straßen vereint eine Forderung: Das Mubarak Regime muss abtreten. Doch darüber, was danach folgen soll, sind sie sich uneins. Die Demonstranten sind ein Spiegel der ägyptischen Bevölkerung: Menschen aller Bildungsschichten und jeden Alters machten ihrem Unmut Luft.

Ein Ägypter in Kairo erklärte, das Volk sei dabei, die größte Revolution in der jüngeren Geschichte seines Landes umzusetzen. Jetzt gebe es nichts Wichtigeres. Für Mubarak sei es nicht mehr möglich, an der Macht zu bleiben. Seine Hartnäckigkeit mache keinen Sinn, sie werde noch zu einem Blutbad führen.

Ein Bauer aus der Elguiza-Region forderte: “Ich bin mehr als vier Stunden lang zu Fuß hier hingelaufen und ich sage Mubarak, dass ich mit meinem Leichentuch gekommen bin: Entweder glücklich leben oder sterben.”

Die Vereinten Nationen gehen mittlerweile von mehr als 300 Todesopfern aus, seitdem die Demonstrationen vor einer Woche begannen – meistens durch Zusammenstöße mit der Polizei.

An diesem Montag hatte die Armee grünes Licht für friedliche Proteste gegeben und sie legitim genannt.

Euronews-Korrespondent Mohamed Elhamy in Kairo: “Sie stehen zu Zehntausenden auf dem Tharir-Platz, die nur das eine fordern: den Sturz des Regimes. Eine Forderung, die vor einigen Tagen noch unmöglich erschien. Heute ist sie jedoch zum Greifen nahe.”