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Ausschreitungen auf Kairos Tahrir-Platz

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Ausschreitungen auf Kairos Tahrir-Platz

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Nach Tagen des friedlichen Protests ist auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo wieder Blut geflossen. Etliche Menschen wurden verletzt, als Anhänger von Staatspräsident Hosni Mubarak auf den Platz strömten, um die Gegner des Staatsoberhaupts zu vertreiben. Mehrere von ihnen ritten auf Kamelen und Pferden in die Menge hinein und schlugen mit Knüppeln und Eisenstangen auf Regimegegner ein.
 
Regimegegner beschuldigen die Polizei, Beamte in Zivil würden sich unter die Menge mischen und dort eine Eskalation betreiben. Das Innenministerium bestreitet diesen Vorwurf.
 
Die Armee hat die Bevölkerung zur Beendigung der Demonstrationen aufgerufen. Die Forderungen der Protestierenden seien verstanden worden, erklärte sie. Die Botschaft sei angekommen. Jetzt müsse man in die Zukunft schauen und wieder für Sicherheit und Stabilität sorgen.
 
Trotzdem wollen viele der Demonstranten den Tahrir-Platz nicht verlassen, bevor Mubarak zurücktritt. Auch bei der für Freitag geplanten Massenkundgebung, dem so genannten “Tag der Abreise” soll es trotz der Aufforderung der Armee bleiben.