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Kairo: Kamelreiter prügeln im Namen Mubaraks

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Kairo: Kamelreiter prügeln im Namen Mubaraks

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In Kairo haben sich Anhänger des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak Straßenschlachten mit Regimegegnern geliefert. Sie wollten mit Gewalt den Tahrir-Platz erobern, den Mubarak-Gegner besetzt halten.

Nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Auseinandersetzungen drei Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt.

In den vergangenen Tagen hatte die UNO 300 Tote und 3000 Verletzte gezählt.

Etwa 4000 Anhänger von Mubaraks Nationaldemokratischer Partei (NDP) waren am Nachmittag auf den Tahrir-Platz in Kairo geströmt, um die Regimegegner zu vertreiben – zum Teil auf Kamelen und Pferden.

Die Kontrahenten bewarfen sich aus nächster Nähe mit voller Wucht mit Steinen, Schüsse waren zu hören, Brandsätze zu sehen.

Bewaffnete – vermutlich Polizisten in Zivil – versuchten, Reporter vom Filmen abzuhalten.

Die Armee hatte zuvor vergeblich an die Menschen appelliert, die Demonstrationen zu beenden. Das Militär hielt sich zunächst zurück und setzte schließlich Wasserwerfer ein, um die Kontrahenden zu trennen.

US-Präsident Barack Obama drängte Mubarak zum sofortigen Rückzug. Die Staatengemeinschaft reagierte entsetzt auf die

Exzesse. Die USA, die UN und die EU verurteilten die Gewalt. Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei warf Mubarak eine Politik der Einschüchterung vor. Hier bediene sich kriminelles Regime krimineller Methoden Mubarak hatte erklärt, er werde bei der Präsidentenwahl im Herbst nicht mehr antreten, einen Rücktritt aber abgelehnt.

Am Freitag ist eine Großdemonstration angesetzt- das Ziel: der Präsidentenpalast.