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Tunesiens Innenminister verdächtigt Sicherheitskräfte des Komplotts

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Tunesiens Innenminister verdächtigt Sicherheitskräfte des Komplotts

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Nach dem Angriff von etwa 2.000 Menschen auf das Innenministerium hat der neue tunesische Innenminister die Sicherheitskräfte verdächtigt, ein Komplott gegen den Staat auszuhecken.

Er argwöhnt, dass die Angriffe auf sein Ministerium, eine Synagoge, Verwaltungseinrichtungen und Schulen in Tunis und anderen Städten in den vergangenen Tagen zum Teil von einer Gruppe aus Kreisen der Sicherheitskräfte organisiert wurden.

Während die Straßenproteste zuletzt abgeflaut waren, terrorisierten Banden mancherorts die Anwohner.

Um die Gefolgsleute des geschassten Präsidenten aus den Rängen der Polizei und der Sicherheitskräfte zu entfernen, hat das Innenministerium mehr als 30 leitende Beamte ausgewechselt, darunter die Chefs für die nationale, die allgemeine und die Präsidenten-Sicherheit.

Der neue Innenminister Farhat Rajhi erklärte zudem, sein Vorgänger, der für die Niederschlagung der Proteste mit verantwortlich war, sei festgenommen und verhört worden.