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Ägyptische Armee trennt Demonstranten

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Ägyptische Armee trennt Demonstranten

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Die ägyptischen Streitkräfte haben am Donnerstag auf dem Al-Tahir-Platz eine Pufferzone geschaffen. Infanterieeinheiten räumten einen etwa 80 Meter breiten Raum zwischen Pro- und Anti-Mubarak-Demonstranten. Die neue Regierung wies Berichte zurück, sie habe die Zusammenstöße am Mittwoch organisiert. Ministerpräsident Ahmad Schafik entschuldigte sich für die Ausschreitungen und versprach eine Untersuchung. Vizepräsident Omar Suleiman schlug die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit vor.

Bei der Schlacht um den Al-Tahrir-Platz sollen nach Angaben des ägyptischen Fernsehens fünf Menschen ums Leben gekommen sein; über 800 Verletzte seien in Krankenhäuser eingewiesen worden. Gegen 4 Uhr Ortszeit waren für über eine Stunde Gewehrsalven und sowie vereinzelt Schüsse schwerer Waffen zu hören. Nach Angaben von Oppositionellen, die die Nacht auf dem Platz ausgeharrt hatten, waren sie von drei Positionen aus der Ferne beschossen worden. Die Demonstranten erklärten, sie seien jetzt entschlossener den je, bis zum Sturz Mubaraks auf dem Platz auszuhalten. Die mächtige Muslimbruderschaft rief zum Sturz Mubaraks auf.