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Bouteflika bangt um seine Macht

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Bouteflika bangt um seine Macht

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Alarmiert durch die Ereignisse in den Nachbarländern hat der algerische Präsident Zugeständnisse an die Regimegegner angekündigt. Abdelaziz Bouteflika sagte, dass er in naher Zukunft den Ausnahmezustand aufheben will. Der gilt bereits seit neunzehn Jahren in Algerien. Regimegegner werfen dem autoritären Präsidenten vor, so die Opposition klein zu halten.

Bouteflika versprach auch, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Fernseh- und Radiosendezeit für die Opposition zu ermöglichen.

Damit reagiert der Staatschef auf die Forderungen der algerischen Regierungsgegner, die sich in den vergangenen Wochen wie in Ägypten und Tunesien wiederholt mit Demonstrationen zu Wort gemeldet hatten. Auch sie fordern, die Lebensbedingungen zu verbessern und eine Demokratie einzuführen.

Für den 12. Februar planen die Opposition, Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften, Studenten und Arbeitslosenverbände einen großen Protestmarsch auf den Straßen von Algier. Die algerische Regierung kündigte bereits an, auch diese Proteste zu verbieten.