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Mubaraks Anhänger machen ebenfalls mobil

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Mubaraks Anhänger machen ebenfalls mobil

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Mubarak hat nicht nur Gegner: Auch seine Anhänger machen jetzt mobil. Ob sie dafür bezahlt werden und ob sie gar mit der Polizei unter einer Decke stecken, wie es Mubaraks Gegner sehen, ist unbekannt.

Gegeben hat es das in Ägypten schon, dass Schlägerbanden dafür bezahlt wurden, dass sie zum Beispiel bei Wahlen Regimegegner zusammenschlagen.

Manche schätzen vielleicht aber auch einfach nur die Stabilität: “Dreißig Jahre lang haben wir ganz in Ruhe gelebt”, sagt einer der Mubarak-Anhänger;

“aber seit drei Tagen kommen wir nicht mehr nach Hause und nicht mehr zum Schlafen. Ich bin dagegen, dass sich Ägypten gegen seinen Präsidenten wendet.”

Vorgestern war von ihnen noch keine Spur; erst seit gestern gehen auch die Mubarak-Anhänger auf die Straße. Laut Opposition werden sie zum Teil in Bussen gebracht, und sie sind mit Messern und Knüppeln bewaffnet. Die Gewalt in Kairo ging offenbar von ihnen aus.

Mubarak-Gegner sagen, sie hätten mehr als hundert von ihnen festgenommen, die zur Polizei oder zur Regierungspartei gehörten – das würden ihre Ausweispapiere zeigen. Die ägyptische Regierung bestreitet aber, dass sie mit den gewalttätigen Mubarak-Anhängern etwas zu tun habe. Sie verspricht eine Untersuchung der Vorfälle.