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Machtkampf um die Zukunft Ägyptens dauert an

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Machtkampf um die Zukunft Ägyptens dauert an

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Während Präsident Husni Mubarak nach dem abgelaufenen Rücktritts-Ultimatum der Opposition am heutigen Vormittag bei einer Sitzung demonstrative Präsenz zeigt, geben die Regime-Gegner im Stadtzentrum Kairos nicht auf:

Auch am zwölften Tag der Proteste gegen das Regime sammelten sich tausende Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz.

Die Mubarak-Kritiker hatten zuvor bekräftigt, nicht aufgeben zu wollen, bevor Mubarak aus dem Amt gejagt sei. Die Kundgebungen verliefen größtenteils friedlich, größere Zwischenfälle wurden nicht bekannt.

Amerikanische Medien berichten derweil über mögliche Szenarien für einen Abgangs Mubaraks:

Es gebe Überlegungen, den Präsidenten zu einer medizinischen Untersuchung nach Deutschland oder Bahrein ausfliegen zu lassen. Dies sei Teil der Planungen von Vizepräsident Omar

Suleiman. Mubarak würde demnach zu seinem üblichen Gesundheits-Check fliegen und diesmal länger bleiben. Eine Bestätigung für solche Pläne gab es zunächst jedoch nicht.

Nach einer anderen Variante solle sich der Präsident in sein Ferienhaus im Badeort Scharm el Scheich zurückziehen. Ziel sei, dass Mubarak den Präsidentenpalast verlasse, aber nicht seines Amtes enthoben werden müsse.

Problem daran: die Opposition hatte es zur Vorbedingung für Gespräche mit Suleiman gemacht,- dass Mubarak zuerst zurücktreten müsse.