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Ägypten: Dialog statt Konfrontation

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Ägypten: Dialog statt Konfrontation

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In Ägypten hat der Druck der Straße auf den Staatschef auch am heutigen 13. Tag der Proteste angehalten:

Auf dem Tahrir-Platz im Herzen der ägyptischen Hauptstadt Kairo protestierten erneut tausende Menschen gegen die Regierung und forderten den Rücktritt Mubaraks. Die Demonstranten skandierten: “Kein Gottesstaat, keine Militärdiktatur!”

Neu heute: Um zu unterstreichen das es sich nicht um einen rein muslimischen Protest gegen das Regime handelt, hielten auch die christlichen Kopten einen Gottesdienst auf dem Tahrhir-Platz ab.

Die koptische Gemeinde, die zuletzt in verschiedenen Städten des Landes gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt war, wollte mit dieser symbolischen Aktion verdeutlichen, daß dies ein Protest aller Ägypter ist.

Im Anschluss an die Kopten versammelten sich die Muslime zum Sonntagsgebet auf dem Platz.

Die Muslimbruderschaft hat inzwischen erklärt, man dürfe die Verhandlungen mit der Opposition nicht nur auf eine Runde begrenzen,- auch sei es sinnvoll, Abgesandte der jugendlichen Demonstranten des Tahrir-Platzes in die Gespräche mit einzubeziehen. Ziel müsse die Schaffung einer Übergangsregierung sein, die freie Wahlen vorbereite.

Andere Oppositionsgruppen zögern noch, sich dem Beispiel der Muslimbrüder anzuschliessen, die Gesprächseinladung der Regierung anzunehmen.

Insofern stellt die momentane Situation auch die Geschlossenheit der ägyptischen Opposition auf die Probe.