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Die Demonstranten eint ein Ziel: "Mubarak muss gehen"

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Die Demonstranten eint ein Ziel: "Mubarak muss gehen"

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Die Regimegegner auf dem Tahrir-Platz in Kairo wollen Nägeln mit Köpfen machen und den Präsidenten Husni Mubarak symbolisch zu Grabe tragen. Sie trachten ihm nicht nach seinem Leben, doch das Staatsoberhaupt, soll endlich zurücktreten.

Die Tunesier haben es vorgemacht, sie jagten ihren Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali aus dem Land. Die Losung der Demonstranten am Nil lautet “Gestern Tunis, heute Kairo”. Eine Frau meint: “Der Rücktritt der Führungsriege der Partei ist nicht ausreichend. Das ganze System muss sich ändern. Mubarak sagt, dass er noch sechs Monate also bis zum Ende seines Mandats bleiben will. Doch was was wird er in dieser Zeit seinem Volk antun?”

Die Armee versucht die Demonstranten dazu zu bewegen den Tahrir-Platz zu räumen, doch diese wollen davon nichts wissen und harren weiter aus. Sie sind entschlossener denn je: “Wir wollen nicht verhandeln, solange der Präsident noch im Amt ist. Alle Menschen hier warten auf seinen Abgang.”

“Mubarak raus”, sieht und hört man überall. Es ist die neue Hymne der Regimegegner: “Wir fordern: die Auflösung des Parlaments und der Schura, der zweiten Kammer. Außerdem verlangen wir die Aufhebung des Ausnahmezustands, höhere Löhne und eine änderung der Verfassung. Aber vor allem wollen wir, dass Mubarak abdankt. Mubarak verschwinde…”

Die Botschaft an Mubarak ist klar und alle Welt fragt sich, wie lange er noch durchhält.

Unser Korrespondent in Kairo, Mohamed Elhamy, breichtet: “Hier auf dem Tahrir-Platz gehen die Proteste auch am 13. Tag des Aufruhrs weiter. Die Demonstranten wollen das Regime stürzen. Die Politiker versuchen unterdessen über Gespräche eine Lösung zu finden.”