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Erneut Unruhen in Tunesien

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Erneut Unruhen in Tunesien

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Bei neuen Zusammenstößen in Tunesien sind nach Angaben der Gewerkschaft mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte hatten in El Kef im Nordwesten des Landes auf Demonstranten geschossen, die vor das Polizeirevier der Ortschaft gezogen waren. Sie forderten die Absetzung des lokalen Polizeichefs.

In Kebili griffen Jugendliche ebenfalls ein Polizeirevier an und versuchten es anzuzünden. Ein Jugendlicher starb, nachdem ihn eine Tränengasgranate am Kopf traf.

In El Kef herrschte in der Nacht zum Sonntag Panik. Das Polizeirevier stand in Flammen und die Armee musste eingreifen. Augenzeugen zufolge versuchten Jugendbanden Häftlinge aus dem Gefängnis zu befreien. Es soll auch in mehreren Vierteln der Stadt zu Plünderungen gekommen sein.

Die Übergangsregierung verurteilte die Unruhen und machte die RCD, die Partei des gestürzten Präsidenten Ben Al, dafür verantwortlich. Sie habe die Jugendlichen bezahlt.