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Serbiens Opposition fordert Neuwahlen

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Serbiens Opposition fordert Neuwahlen

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In Belgrad haben zehntausende Oppositionsanhänger vorgezogene Parlamentswahlen gefordert. Bis zu 70.000 Demonstranten hatten sich im Zentrum der serbischen Hauptstadt eingefunden.

Die wirtschaftliche Situation ist dramatisch. Das spielt Tomislav Nikolic in die Hände, der sich vom extremen Nationalisten zum salonfähigen Oppositionsführer gemausert hat. In Umfragen liegt seine Fortschrittspartei mit der DS von Regierungschef Boris Tadic gleichauf.

“Serbien hat keine Regierung verdient, die das Land schikaniert”, ruft Nicolic, “lasst uns lieber die Regierung schikanieren! Sie sollen sehen, wie es ist, wenn man morgens nicht weiß, ob man noch einen Job hat.”

Wegen der Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosigkeit explodiert. Die Quote liegt bei 27 Prozent. Hinzu kommen Korruptuion und eine starke Inflation. In Serbien wird erst in einem guten Jahr neu gewählt. Sollte die Regierung nicht bald gehen, droht die Opposition mit dauerhaften Protesten.