Eilmeldung

Eilmeldung

Cameron kritisiert Begnadigung des Lockerbie-Attentäters

Sie lesen gerade:

Cameron kritisiert Begnadigung des Lockerbie-Attentäters

Schriftgrösse Aa Aa

Der britische Premierminister David Cameron hat es als einen Fehler bezeichnet, dass der Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al-Megrahi 2009 begnadigt wurde. Mit der Begründung, der zu lebenslanger Haft Verurteilte sei schwer krank und habe nur noch wenige Monate zu leben, hatte die schottische Regionalregierung ihn auf freien Fuß gesetzt. “War es richtig, dass die britische Regierung die an die schottische Regionalregierung gerichtete Forderung Libyens unterstützte, jemanden zu begnadigen, der für den Mord an 270 Menschen verurteilt worden war?”, fragte Cameron im Unterhaus. “Ich denke, dass es völlig falsch war.

Unterstrichen wird es auch dadurch, dass der Lockerbie-Bomber selbst 18 Monate nach der Entlassung in Freiheit lebt.” Die Entscheidung der Vorgänger-Regierung hatte seinerzeit in Großbritannien und in den USA heftige Kritik ausgelöst.

Al-Megrahi war bei seiner Heimkehr nach Libyen im August 2009 wie ein Held gefeiert worden. Bei dem Flugzeug-Attentat 1988 über dem schottischen Lockerbie waren sämtliche Insassen ums Leben gekommen.