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Selbstverbrennung in Algerien verhindert

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Selbstverbrennung in Algerien verhindert

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In Algerien hat ein junger Arbeitsloser versucht sich selbst zu verbrennen. Bei einer Demonstration vor dem Arbeitsministerium in Algier übergoss er sich mit Benzin, die anderen Demonstranten konnten aber verhindern, dass er sich anzündete. Zu der Kundgebung hatte eine Jugendorganisation aufgerufen, die sich in dem sozialen Netzwerk “Facebook” gegründet hatte und die die Rechte Arbeitsloser vertritt. Die Zeitung “El Watan” berichtete, die Polizei sei gegen die etwa 150 Demonstranten mit unangemessener Härte vorgegangen. “Wir fordern einen Arbeitsplatz für jeden Algerier”, sagt ein Aktivist, “und Arbeitslosengeld in Höhe von 50 Prozent des Mindestlohnes für Arbeitssuchende.” Für den 12. Februar haben Anhänger der Opposition zu einer Demonstration in Algier für einen Sturz des Systems und für ein Ende des seit 1992 geltenden Ausnahmezustands aufgerufen. In den vergangenen Wochen kam es auch in Algerien zu zahlreichen Protesten. Mindestens neun Algerier versuchten sich zu verbrennen, drei von ihnen sind tot.