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Axel Weber: Kandidiert er oder kandidiert er nicht?


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Axel Weber: Kandidiert er oder kandidiert er nicht?

Die Diskussion um die Nachfolge von Jean-Claude Trichet an der Spitze der EZB ist voll entbrannt. Im Oktober endet Trichets Amtszeit und bislang galt der Chef der deutschen Bundesbank Axel Weber als aussichtsreichster Kandidat – aber der hat nun offenbar kein Interesse mehr an dem Posten. Gerüchte besagen, dass Weber zu wenig Handlungsspielraum für sich sieht und daher auf eine Kandidatur verzichtet. Und das hätte große Auswirkungen auf die Geldpolitik der EZB, meint Analyst Stefan Scharffetter: “Die Unsicherheit am Markt ist größer geworden, nachdem Weber verzichtet hat, dass die Geldpolitik der EZB locker bleibt. Die Politik hat in den letzten Monaten der EZB ordentlich reinregiert. Das hätte sich Weber nicht bieten lassen.”

Axel Weber ist eines der einflussreichsten Mitglieder im EZB-Rat. In der Vergangenheit kritisierte er wiederholt die Entscheidungen der EZB, etwa das Ankaufprogramm für Staatsanleihen oder den niedrigen Leitzinssatz. Zuletzt sprach er sich für eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in allen Ländern der Euro-Zone aus.

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