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Berlusconi womöglich vor entscheidender Konfrontation mit der Justiz

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Berlusconi womöglich vor entscheidender Konfrontation mit der Justiz

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Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat in der Sex-Affäre um die junge Marrokanerin “Ruby” ein Schnellverfahren gegen Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi beantragt.

Die Anklagepunkte lauten Amtsmißbrauch und Begünstigung von Prostitution Minderjähriger.

“Das ist doch alles eine Farce”, echauffiert sich unterdessen Berlusconi, “diese Anschuldigungen entbehren jeglicher Grundlage. Die Untersuchung hat nur das Ziel, mich zu diffamieren.”

Der Antrag der Staatsanwaltschaft stellt den 74-jährigen, der selbst von sich sagt, er habe politisch motivierte Attacken “linker Richter” schon dutzendfach abgewehrt, womöglich vor die entscheidende Konfrontation mit der Justiz.

In wenigen Wochen wird Italien den 150.Geburtstag des Landes feiern, doch der Sex-Skandal spaltet die Menschen in Berlusconi-Gegner und -Befürworter.

Der Ministerpräsident soll Frauen auf seinem Anwesen für Sex bezahlt haben, darunter auch die 17-jährige Nachtklubtänzerin “Ruby”.

Dem Regierungschef wird außerdem vorgeworfen, die Polizei unter Druck gesetzt zu haben, die ferner wegen Diebstahls festgenommene Tänzerin auf freien Fuß zu setzen.

Im Falle einer Verurteilung drohen Berlusconi bis zu 15 Jahre Haft.