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Demonstranten in Ägypten bleiben hart

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Demonstranten in Ägypten bleiben hart

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Tausende von Demonstranten haben auch gestern wieder den Rücktritt von Ägyptens Staatspräsident Hosni Mubarak gefordert.

Die Regierung warnt jetzt, dass sehr wohl die Armee wieder eingesetzt werden könnte, wenn die Proteste das Land ins Chaos führen würden.

Außerdem verbittet sie sich die wiederholten Forderungen der USA nach raschen Reformen. Offenbar wollten die USA Ägypten ihren Willen aufzwingen, sagt Außenminister Achmed Abul Gheit.

Die Ratschläge seien aber alles andere als hilfreich.

“Wir haben keine Angst, auch wenn schon gefoltert worden ist”, sagt Abdel Rachman Samir, einer der Anführer der Proteste. “Wir demonstrieren hier, bis das Regime stürzt oder Mubarak geht. Wir werden die Kundgebungen noch ausweiten, auch an andere wichtige Orte.”

Und damit haben die Demonstranten schon begonnen. Hunderte von ihnen protestierten vor dem Parlament und vor dem Sitz des Regierungschefs, zusätzlich zum zentralen Tahrir-Platz.

“Wenn die Demonstranten hier bleiben”, berichtet Euronews-Reporter Mohammed Abdel-Asim, “dann kann das hier in Kairo ein Erdbeben auslösen. Die Folgen kann niemand vorhersagen.”