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Schweizer Zwillinge: Mutter bittet um Hilfe

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Schweizer Zwillinge: Mutter bittet um Hilfe

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Bei der Suche nach den vermissten Schweizer Zwillingen Livia und Alessia hat sich die Mutter jetzt an die Öffentlichkeit gewandt.

Eine Zeugin hat die beiden sechsjährigen Mädchen außerdem auf der Fähre von Marseille nach Korsika gesehen. Dort hat ein anderer Zeuge gesehen, wie ein Mann mit zwei Kindern an Land ging: Weil er weit wegstand, kann er aber nicht sagen, ob es die Gesuchten waren.

“Wer die beiden Mädchen gesehen hat, soll bitte die Polizei informieren”, bittet ihre Mutter. “Dass alle drei auf der Fähre gesehen wurden, gibt mir etwas Hoffnung, dass die beiden irgendwo noch am Leben sind.”

Ihr Vater hatte Livia und Alessia bei seiner geschiedenen Frau in der Nähe von Lausanne abgeholt. Wenige Tage später beging er in Italien Selbstmord. Mehrere tausend Euro, die er unterwegs abgehoben hatte, hat er in Briefen an seine Ex-Frau geschickt.

Von den beiden Mädchen fehlt jede Spur. Wenn sie es waren, die beim Verlassen der Fähre gesehen wurden, wäre zumindest die Angst beseitigt, ihr Vater habe sie auf der Fahrt über Bord geworfen. Danach sahen Zeugen allerdings immer nur den Vater allein.

In Saint-Sulpice, dem Heimatort der Mädchen, hat die Waadtländer Polizei weiter nach Hinweisen gesucht. So lange es die Zeugenaussagen von der Fähre noch nicht gab, waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Mädchen die Schweiz vielleicht gar nicht verlassen hätten. Ergebnisse hat diese Suche aber nach bisherigen Angaben nicht gebracht.