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Familiendrama: "Alessia und Livia haben nicht gelitten"

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Familiendrama: "Alessia und Livia haben nicht gelitten"

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Alessia und Livia sind vermutlich tot. Das geht aus einem Brief hervor, den der Vater der seit Ende Januar vermissten Schweizer Zwillinge an deren Mutter geschickt hat.

Der Schweizer hatte die sechsjährigen Mädchen bei seiner von ihm getrennt lebenden Frau im westschweizerischen Kanton Waadt abgeholt und sich nach einer Irrfahrt über Marseille und Korsika in Süditalien vor einen Zug geworfen.

Der Waadtländer Polizeisprecher Jean-Christophe Sauterel:

“Ja, ich kann bestätigen, dass er seinen Selbstmord angekündigt hat. Ich kann auch sagen, was er weiter schreibt: dass die beiden nicht gelitten hätten und in Frieden ruhten.”

Die Spur von Alessia und Livia verliert sich in Korsika. Auf der Fähre von der südfranzösischen Stadt Marseille zu der Mittelmeerinsel waren Vater und Kinder noch zusammen gesehen worden. Zurück nach Toulon auf dem französischen Festland fuhr der Schweizer am ersten Februar allein.

Offenbar hatte der Ingenieur vor der Reise im Internet die Themen Selbstmord, Waffen und Gifte angeklickt. Seine Familie vermutet, er habe “seine normale Persönlichkeit verloren.”