Eilmeldung

Eilmeldung

Stimmen vom Tahrir-Platz - eingefangen von unserem Korrespondenten

Sie lesen gerade:

Stimmen vom Tahrir-Platz - eingefangen von unserem Korrespondenten

Schriftgrösse Aa Aa

Auf dem Tahrir-Platz denken die Menschen nicht ans Nachhausegehen. Nach der Rede Mubaraks zeigten sich viele dort entschlossener denn je, auszuharren, solange es nötig ist.

“Wenn er ein Freund des Volkes wäre, dann wäre er abgetreten”, sagt ein Mann in unsere Kameras. “Aber es sieht so aus, als würde er bleiben. Wir demonstrieren jetzt vor dem Präsidentenpalast.”

“Seit Beginn der Krise macht er doch dasselbe”. meint ein anderer. “Jedes Mal wenn er spricht, dann macht er uns wütend. Inshallah, wir werden diesen Freitag beten, und vielleicht sind wir sogar zehn Millionen.”

Vielen kam Mubarak vor wie ein alter Mann, der den Ernst der Lage nicht verstanden hat. Und so vergleicht ein Demonstrant den Präsidenten mit Saddam Hussein.

“Dem Hussein hat er einst empfohlen zurückzutreten, um den Irak vor dem Bankrott zu bewahren. Vielleicht sollte er jetzt auch mal auf seine eigenen Ratschläge hören.”

Die Wut der Menschen ist zu spüren und so meint auch unser Korrespondent in Kairo:

“In der Meinung der Demonstranten reicht es nicht aus, die Regierungsgeschäfte an Suleiman abzutreten. Für sie ist heute D-Day. Dann wollen sie vor dem Präsidentenpalast demonstrieren.”