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"Demokratie her" und "Geld zurück"

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"Demokratie her" und "Geld zurück"

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Nach dem Rückzug Hosni Mubaraks freuen sich alle auf dem Tahrir-Platz in Kairo und feiern:

“Willkommen im neuen Ägypten,” ruft einer.

Andere wissen genau, was sie jetzt noch wollen:

“Es ist das erste Mal, dass das Volk einen Tyrannen gestürzt hat, und wir fordern das Geld zurück, das dem Land gestohlen wurde. Wir brauchen keinen, der uns belehrt, Geld raubt und das Land verlässt. All dieses Geld sollte dem Land zurückgegeben, die korrupten Menschen bestraft werden. Muss sein, muss muss, muss.”

“Gottseidank kamen wir hierher zum Protestieren, bis er zurücktrat. Keine Rede hat es gebracht. Und wer immer ihn ersetzt, sollte nur das Wohl des Landes im Auge haben, nicht den Posten. Und nur für eine oder zwei Amtszeiten bleiben, nach einer Änderung der Verfassung und nicht – wie Mubarak und sein Sohn – für immer. Wir wollen eine parlamentarische Demokratie.”

Eine Frau sagt: “Die jungen Leute haben bewiesen, dass sie durchhalten, ihre Forderungen waren angemessen. Also setzten sich die jungen Menschen am Ende durch. Sie haben viel geleistet, sie waren müde, und blieben trotzdem auf dem Tahrir-Platz, viele kamen um.”

Und ein Mann: “ Das ist das Beste, was dem ägyptischen Volk seit 30 Jahren passiert ist.”

“Hoch lebe Ägypten,” so ein Sprechchor, “hoch lebe Ägypten !!!!!”

euronews-Reporter Mohamed Abdel Azim, selbst Ägypter:

“Mubarak ist weg und viele Fragen bleiben: Fragen zur Rolle des Obersten Militär-Rates, und zum politische Leben im künftigen Ägypten. Viele fragen auch, was wird in anderen arabischen Ländern rund um Ägypten passieren? Und wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen Ägypten und Israel? Was die internationale Politik angeht, haben die USA einen starken Verbündeten im Nahen Osten verloren, der als Garant der Stabilität galt.”