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Revolution am Nil, und jetzt?

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Revolution am Nil, und jetzt?

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Nach 18 Tagen der Proteste kann Ägypten aufatmen. Die Geschäfte in Kairo haben wieder geöffnet und die nächtliche Ausgangssperre wurde verkürzt.

Mubarak weilt in Scharm el Scheich, doch für viele Regimegegner darf er nicht so einfach davonkommen: “Alle Mitglieder des Regimes müssen sich vor Gericht verantworten. Denn nur so können wir verhindern, dass sich so eine Herrschaft noch einmal des Landes bemächtigt.”

Ein anderer fügt hinzu: “Wir wollen dafür sorgen, dass die Jugendlichen die Verfassung lesen, damit sie ihre Rechte kennen und für sie kämpfen können.”

Die Armee begann damit die Barrikaden zu beseitigen. Doch die Revolution ist mit dem Sturz Mubaraks noch lange nicht zu Ende. Die Ägypter wollen gegen den Filz und Klüngel vorgehen: “Mubarak hat 70 Milliarden mitgehen lassen, aber wir haben Ägypten eingenommen. Wir sind die Sieger. Wir werden uns dieses Geld wieder zurückholen. Wir sind bereit einen Tag, einen Monat oder ein Jahr auf dem Platz auszuharren. Wir werden die Korruption bekämpfen.”

Der ehemals regimetreue, staatliche Rundfunk hat die Seiten gewechselt. Er versprach sich künftig nur von der Wahrheit leiten zu lassen und dem Volk zu dienen.

Mohamed Abdel Azim, unser Sonderkorrespondent vor Ort, berichtet: “Die Ägypter haben das Regime gestürzt. Das politische System des Landes wurde in seinen Grundfesten erschüttert. Es stellt sich nun die Frage, welche Rolle die Muslimbrüder spielen werden und wie das Militär mit seiner Macht umgeht.”