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Viel Sympathie für Ägypter in der arabischen Welt

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Viel Sympathie für Ägypter in der arabischen Welt

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Überall in der arabischen Welt haben die Menschen die Entwicklungen in Ägypten aufmerksam verfolgt. In Jordanien, im Jemen, im Libanon oder in Syrien wurde der Rücktritt Mubaraks mit Enthusiasmus aufgenommen, während sich die Regierungen gleichzeitig bedeckt hielten. Auch im Irak dominiert die Freude: “Nach 18 Tagen friedlicher Demonstrationen ist es ihnen gelungen, Mubarak zu vertreiben”, sagt ein Mann in Bagdad. “Ich beglückwünsche die Ägypter und würde ihnen raten, sich nicht in Sunniten und Schiiten spalten zu lassen”. Auch im Libanon blickt man mit Sympathie auf die Ägypter. “Für das ägyptische Volk ist es eine große Errungenschaft”, heißt es beispielsweise, “dieses Schicksal werden alle Unterdrücker und Tyrannen erleiden.” Oder: “Für die arabischen Staaten sowie für die Menschen, die Palästina wiederherstellen wollen, ist die Rückkehr Ägyptens in den Schoß der arabischen Welt sehr wichtig.” Das Regime in Teheran sperrte den Zugang zu internationalen Medien und hofft, dass in Kairo eine islamische Regierung an die Macht kommt. Die öffentliche Meinung weicht davon in vielen Fällen nicht ab: “Die Region wird stärker zusammenwachsen, denn die Menschen im Iran und in Ägypten haben die gleiche Religion, unabhängig davon ob sie nun Schiiten oder Sunniten sind. Der Wille Gottes eines größeren islamischen Nahen Ostens wird sich erfüllen.”