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Ägypten-Tourismus ist fast zum Erliegen gekommen

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Ägypten-Tourismus ist fast zum Erliegen gekommen

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Die Unruhen in Ägypten haben vor allem dem Tourismus schweren Schaden zugefügt. In Gizeh versammelten sich italienische Urlauber und Führer, um ihre Solidarität mit dem Land zu bekunden – aber nur wenige Ausländer sind in Ägypten geblieben. Das Areal um die Pyramiden, wo sich sonst die Touristen drängen, zeigt sich menschenleer. “Wir haben von all den Problemen in Kairo gehört”, meint eine Rumänin, “aber hier ist alles ruhig und ich fühle mich sicher, es ist schön hier.”

15 Millionen Touristen verzeichnete Ägypten im vergangenen Jahr, die knapp 10 Milliarden Euro ins Land brachten. Nun herrscht jedoch auch im Badeort Scharm-el-Scheik gespenstische Ruhe. Mehrere auf Ägypten spezialisierte Reiseunternehmen fürchten um ihr Geschäft, auch wenn die verbliebenen Touristen sich gelassen geben – vor der Abreise habe er sich Sorgen gemacht, meint ein Mann, aber nun sei alles bestens.

Während die Kaffeehäuser leer bleiben, kehrt der Bankensektor langsam zur Normalität zurück. Noch sind die Institute geschlossen, aber die Menschen stellen sich geduldig vor den Geldautomaten an. Am Sonntag verkaufte das ägyptische Finazministerium erstmals seit dem Sturz Mubaraks Schatzbriefe im Wert von rund 800 Millionen Euro. Die Renditen allerdings lagen bei rund 11 Prozent und damit so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr.