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Ashton zu ersten Gesprächen in Tunesien

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Ashton zu ersten Gesprächen in Tunesien

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Nach der Revolution in Tunesien ist EU-Chefdiplomation Catherine Ashton zu Gesprächen in das Mittelmeerland gereist. Die EU will die Übergangsregierung bei Reformen unterstützen. Auch die Massenflucht von Tunesiern über das Mittelmeer nach Italien wollte Ashton ansprechen. Den italienischen Vorschlag, EU-Sicherheitkräfte an Tunesiens Küsten patrouillieren zu lassen, lehnte Tunis ab. Sie freue sich darauf, mit den Menschen in Tunesien zusammenzuarbeiten, sagte Ashton.

Von der tunesischen Küste bis zur italienischen Insel Lampedusa ist es nur ein Katzensprung: Tausende Tunesier versuchten in der vergangenen Woche, auf dem Wasserweg in die EU zu fliehen. Dass Rom sich angesichts des Massenansturms von der EU im Stich gelassen fühlt, stößt in Brüssel auf Unverständnis:

Italien sei gefragt worden, ob es Hilfe aus Brüssel bräuchte, um mit diesen außerordentlichen Umständen klar zu kommen, erklärte Kommissionssprecher Michele Cercone. Die Antwort habe gelautet: Nein, danke, man brauche die Hilfe der EU-Kommission zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Obwohl sie es nicht wollten, habe der Sprecher die Grenzschutz-Agentur Frontex und das europäische Büro für Asylhilfe gebeten, auszuarbeiten, wie die Europäische Kommission die italienischen Behörden in dieser schwierigen Lage unterstützen könne.