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Proteste erreichen den Iran

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Proteste erreichen den Iran

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Die Proteste in islamischen Ländern greifen um sich: Auch im Iran. Landesweit versammelten sich mehrere tausend Menschen um gegen die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad

zu demonstrieren: Trotz eines Demonstrationsverbots. Medienberichten zufolge kam ein Mensch ums Leben. Mehrere Demonstranten wurden verletzt.

Die Regierungsgegner waren in Teheran in Richtung des Platzes der Freiheit losgezogen, um sich

dort zu einem ähnlichen Protest wie die Ägypter auf dem Tahrir-Platz zu versammeln.

Dutzende Oppositionsanhänger wurden festgenommen. Die Polizei ging gegen die Demonstranten mit Tränengas und Farbkugeln vor. In einigen Stadtteilen wurde das Mobilfunknetz abgeschaltet. Prominente Oppositionspolitiker wurden unter Hausarrest gestellt.

Die USA unterstützen die jüngsten Proteste im Iran. Außenministerin Hillary Clinton äußerte am

Montag Sympathie für die Demonstranten. Sie wünschte der Opposition gegen das Regime einen ähnlichen Erfolg wie in Ägypten.

In der Folge der umstrittenen Wiederwahl von Staatschef Ahmadinedschad im Juni 2009 war das Land von wochenlangen Massenprotesten erschüttert worden. Die Sicherheitskräfte gingen massiv gegen die Demonstranten vor: Dutzende Menschen wurden verletzt und Tausende festgenommen. Nun sieht sich die Opposition durch die Entwicklung in Tunesien und Ägypten ermutigt.