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Proteste im Iran

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Proteste im Iran

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Trotz eines ausdrücklichen Verbots haben in Teheran iranische Oppositionelle ihre Unterstützung für die Demokratiebewegungen in Tunesien und Ägypten demonstriert. Nach unbestätigten Berichten kam es dabei in der iranischen Hauptstadt zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, mehrere Oppositionsanhänger wurden festgenommen.

Die Regierungsgegner hatten sich nach einem stillen Protest in kleineren Gruppen zu einem Demonstrationszug zusammengeschlossen. Sie zogen in Richtung des Azadi-Platzes, des Platzes der Freiheit. Prominente Oppositionspolitiker waren zuvor schon unter Hausarrest gestellt worden.

Im Internet verbreitete die Opposition den Aufruf, dass nach den arabischen Führern nunmehr das Regime in Teheran an der Reihe sei, gestürzt zu werden. Der ausländischen Presse in Teheran iost es verboten, direkt von Protestveranstaltungen zu berichten. Deshalb bleiben Websites der Opposition und Augenzeugenberichte die einzigen Quellen der Ereignisse. In Teheran war allerorts ein starkes

Polizeiaufgebot zu sehen. Auißerdem wurde in einigen Stadtteilen das Mobilfunknetz abgeschaltet, um die Kommunikation möglicher Demonstranten zu verhindern. Mindestens 18 Oppositionsangehörige sollen festgenommen worden sein.