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Tausende Flüchtlinge auf Lampedusa

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Tausende Flüchtlinge auf Lampedusa

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Die tunesische Übergangsregierung will mit den italienischen Behörden zusammenarbeiten, um die Flüchlingswelle auf der Insel Lampedusa in den Griff zu bekommen. Allerdings kommt ein Einsatz italienischer Beamter an der tunesischen Grenze nach Äußerungen aus dem Außenministerium in Tunis nicht infrage. Italiens Innenminister Roberto Maroni hatte zuvor angeboten, dass italienische Einsatzkräfte vor der nordafrikanischen Küste aktiv werden könnten, um die seit Tagen anhaltende Flüchtlingswelle einzudämmen. In den vergangenen Tagen haben rund 5000 Flüchtlinge aus Tunesien Lampedusa erreicht. Die italinische Regierung rief den humanitären Notstand aus und genehmigte am Sonntag die Wiederöffnung des dortigen Flüchtlingslagers. Daniela Compe von der katholischen Gemeinschaft Sant Egidio mkeint, die Menschen in Tunesien hätten nach so vielen Jahren unter Ben Ali ihre Demokratie zurück gewonnen. Das bedeute auch Überdruss und Schwierigkeiten. Unter den Menschen, die jetzt in Italien ankämen, seien wahrscheinlich viele echte Flüchtlinge, politische Flüchtlinge. Inzwischen traf die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zu einem bereits länger geplanten Besuch in Tunis ein. Sie dürfte auch die Flüchtlingsproblematik ansprechen.