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Ägypten ersucht um Wirtschaftshilfe

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Ägypten ersucht um Wirtschaftshilfe

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Der Tahrir-Platz, der Platz der Befreiung, ist leer. Hier demonstriert derzeit niemand mehr, auch in Kairo wird zwei Tage lang der Geburtstag des Propheten Mohamed gefeiert. In mehreren EU-Ländern sind Anfragen eingegangen, nach denen die Vermögen führender Mitglieder des gestürzten Regimes von Hosni Mubarak eingefroren werden sollen. Das Land hat gelitten, die Menschen demonstrieren für höhere Löhne, gut 40 Prozent der Ägypter leben unter der Armutsgrenze. Während der 18-tägigen Revolution hat die Wirtschaft täglich 310 Millionen Dollar verloren. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, sagte gegegnüber euronews, Ägypten habe sich an die arabischen Länder gewandt und so schnell wie möglich um Hilfe bei der wirtschalftlichen Entwicklung gebeten. Es werde eine Zusammenarbeit in diesem Sektor geben. Auch die politische Zukunft Ägyptens steht auf dem Spiel. Der Militärrat hat die Mitglieder des Komitees ernannt, das innerhalb von zehn Tagen die Verfassung ändern soll. Kernpunkte der Verfassungsreform sind die Voraussetzungen für eine Kandidatur bei der Präsidentenwahl, eine Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten und eine Überwachung der Wahlen durch die Justiz.

(In spätestens zwei Monaten sollen die Ägypter über die Verfassung abstimmen.)