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Milliardenstrafe für Umweltverschmutzung

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Milliardenstrafe für Umweltverschmutzung

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Ein Gericht in Ecuador hat am Montag den US-Ölkonzern Chevron zu einer Entschädigungszahlung von mindestens acht Milliarden Dollar verurteilt. Das Provinzgericht von Sucumbios befand den Konzern für schuldig, durch Bohrungen Wasser und Böden in einer Amazonas-Region vergiftet zu haben. Rund 30.000 Anwohner, die unter der Verschmutzung des Regenwaldes im Norden des Landes litten, hatten eine Sammelklage gegen Chevron eingereicht.

Von 1972 bis 1990 förderte ein durch Texaco geführtes Konsortium im ecuadorianischen Teil Amazoniens Öl. Texaco wurde 2001 von Chevron übernommen. Chevron will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der Fall ist vor mehreren Gerichten anhängig. Ein internationales Schiedsgericht in Den Haag und ein US-Bundesgericht in New York haben Ecuador in der vergangenen Woche vorläufig untersagt, ein allfälliges Urteil zu vollstrecken. Der Fall hat international großes Aufsehen erregt, die Ölindustrie fürchtet einen Präzedenzfall.