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Proteste gegen Präsidenten im Jemen aufgelöst

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Proteste gegen Präsidenten im Jemen aufgelöst

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Im Jemen haben Polizei und Regimeanhänger eine Demonstration der Opposition aufgelöst. Bis zu 3000 Gegner des amtierenden Präsidenten hatten sich an der Universität in der Hauptstadt Sanaa gesammelt. Am anschließenden Marsch auf den Präsidentenpalast wurden sie gehindert.

Oppositionsanhänger berichteten, sie seien mit Messern angegriffen worden. Die Getreuen des Präsidenten hätten dafür Geld erhalten. “Diese Leute greifen uns an”, rief ein Demonstrant aufgebracht, “die Polizei kooperiert mit denen und tut nichts – im Gegenteil, sie haben sie noch dazu aufgefordert, uns anzugreifen!”

Die Opposition verlangt den Rücktritt von Präsident Salih, der seit bald 32 Jahren regiert. Der hat angekündigt, 2013 nicht erneut zu kandidieren, und er hat auch seine Anhänger. Ein Mann sagt: “Wir sind auf der Seite des Jemen. Auf der Seite unserer Politiker. Wir sind loyal zu ihnen. Und wir weisen jeden zurück, der sich gegen den Jemen richtet.”

Der Jemen ist geprägt von Stammesloyalitäten und Spannungen zwischen Nord und Süd, sowie dem Kämpf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida, das das nordafrikanische Land am Golf von Aden als Bastion nutzt. Zuletzt war es am Sonntag zu heftigen Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften gekommen.