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Proteste im Iran

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Im iranischen Parlament in Teheran haben Parlamentspräsident Ali Laridschani und mehrere konservative Abgeordnete die gestrigen Proteste der Oppositon verurteilt. Sie forderten, die Regimegegner Mir Hussein Mussawi und Mahdi Karrubi vor Gericht zu stellen. Die beiden waren unter Hausarrest gestellt worden, damit sie nicht an den Kundgebungen teilnehmen konnten. Medienberichten zufolge kam ein Demonstrant ums Leben, mehrere wurden verletzt. Dutzende Anhänger der Opposition wurden festgenommen, die Polizei ging mit Tränengas und Farbkugeln gegen die Demonstranten vor. In einigen Stadtteilen Teherans wurde das Mobilfunknetz abgeschaltet. US-Außenmnisterin Hillary Clinton sagte, was jetzt im Iran geschehe, zeige den Mut des iranischen Volkes und die Heuchelei des iranischen Regimes. Ein Regime, das während der vergangenen drei Wochen die Vorfälle in Ägypten bejubelt habe, und das jetzt, da man dem eigenen Volk dieselben Rechte wie den Ägyptern zugestehen könne, einmal mehr sein wahres Gesicht zeige. Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton forderte die iranische Führung dazu auf, das Recht auf Versammlungsfreiheit und das Recht auf friedliche Demonstrationen zu achten. Außerdem müssten die Restriktionen gegenüber Oppositionellen aufhören.