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Spaniens Olivenbauern gehen auf die Barrikaden

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Spaniens Olivenbauern gehen auf die Barrikaden

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Spanisches Olivenöl ist begehrt – aber zu billig. In manchen Supermärkten kostet der Liter gerade mal 65 Cent, ein Preis, der deutlich unter den Produktionskosten liegt. Spaniens Olivenbauern büssten in den letzten Jahren knapp zwei Milliarden Euro ein. Nun wollen sie gegen den Preisverfall protestieren und fordern die Möglichkeit, Olivenöl zu lagern, und dadurch die Preise in die Höhe zu treiben. Auch die spanische Regierung hat sich der Sache angenommen. “Ich habe die Möglichkeit der privaten Lagerung von Olivenöl untersucht”, erklärte Umweltministerin Rosa Aguilar, “denn wir können die Realität nicht leugnen. Olivenöl ist so etwas wie unser Flaggschiff und die Preise werden negativ beeinflusst.”

Auch die Gewerkschaft steht hinter der Forderung. Vor einigen Jahren wurde die Lagerung erlaubt – und prompt gingen die Preise deutlich in die Höhe. Gewerkschafter Rafael Civantos möchte dieses Beispiel wiederholen: “Wir glauben, dass das die einzige Maßnahme ist, um die Preise anzuheben, wie 2009, als sie um 80 bis 90 Eurocent stiegen. Damit könnten wir Verluste wie in den letzten Jahren vermeiden.” Derzeit ist die private Lagerung nur dann gestattet, wenn die Herstellerpreise unter einen Euro 77 pro Kilo sinken. Tatsächlich liegen sie bei einem Euro 85 bei Produktionskosten von 2 Euro 49.