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Ahmadinedschad: Proteste sind „aussichtslos"

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Ahmadinedschad: Proteste sind „aussichtslos"

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Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Dienstag die Proteste der Oppositionskräfte als „aussichtslos” eingestuft. Es sei klar, dass der Iran Feinde habe, weil er eine Ausstrahlung besitze, die von den Demonstranten aber nicht getrübt werden könne: „Sie werden nichts erreichen. Sie wollen das Strahlen der iranischen Nation verdunkeln, aber es ist, als ob sie Staub in Richtung Sonne würfen – der Staub fällt einfach in ihre Augen zurück”, sagte Ahmadinedschad am Dienstag im Fernsehen.

Während der gestrigen Parlamentssitzung forderten zahlreiche Abgeordnete die Todesstrafe für führende Oppositionelle. „Tod für Mussawi, Karrubi und Chatami”, skandierten die Abgeordneten.

Die Opposition hatte zu eigenen Solidaritätskundgebungen mit den Aufständischen in Ägypten und Tunesien aufgerufen. Diese waren nicht genehmigt worden. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Kundgebungen in Teheran und fünf anderen Städten zu unterbinden. Dabei wurden zwei Demonstranten getötet.

Ardeshir AmirArjomand, ein Berater von Oppositionsführer Mirhossein Mussawi machte die Regierung für den Tod der beiden verantwortlich: „Sie kann ihn nicht anderen in die Schuhe schieben. Die Regierung sollte auch nicht versuchen, die Leichen der Märtyrer der grünen Demokratiebewegung zu konfiszieren. Nachdem sie bereits die Wählerstimmen konfisziert hat, stiehlt sie nun leblose Körper”, sagte Amir Arjomand.