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Französische Außenministerin in der Bredouille

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Französische Außenministerin in der Bredouille

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Die französische Außenministerin Michèle Alliot-Marie gerät immer mehr in Bedrängnis. Nach der Kontroverse um ihren Weihnachtsurlaub in Tunesien während der Proteste ist nun herausgekommen, dass sie mit dem gestürzten tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali ein Telefongespräch führte.

Die satirische Zeitung “Le Canard Enchaine” enthüllte außerdem, dass die Eltern der Außenministerin den Aufenthalt nutzen, um mit dem Unternehmer Aziz Miled Geschäfte zu machen.

Miled, der dem Ben-Ali-Clan nahestand, soll ihnen kurz vor Silvester in einem Hotel in Tunesien seine Anteile an der Immobiliengesellschaft Ikram verkauft haben.

In Paris fordert die Oppostion den Rücktritt von Alliot-Marie. Ihre Lügen und Vestrickungen mit Ben Ali schadeten dem Ansehen des Landes, so die sozialistische Partei. Sarkozy nimmt Alliot-Marie noch in Schutz und empfahl seinen Minstern künftig ihre Ferien in Frankreich zu verbringen.