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Libyen lässt Gefangene frei

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Libyen lässt Gefangene frei

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Die libysche Regierung hat 110 Häftlinge aus dem Gefängnis freigelassen. Die meisten waren wegen Mitgliedschaft in einer islamistischen Vereinigung inhaftiert. Nach Angaben aus Tripolis hat die Freilassung nichts mit den Protesten gegen die Regierung zu tun, sondern war seit langem geplant.

Tausende Demonstranten hatten sich in der Hafenstadt Bengasi mit Steinen und Brandsätzen schwere Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

Im Internet wurden Amateurvideos veröffentlicht, auf denen Hunderte Menschen regierungsfeindliche Parolen riefen und den Rücktritt von Staatschef Muammar al-Ghadafi forderten.

Hadi Shalluf – Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und Vertreter der Opposition im Exil sprach mit Euronews am Telefon.

Er sagte: “Wir wollen, dass dieses Regime verschwindet. Wir fordern eine Koalitionsregierung, eine neue Verfassung und Wahlen. Wir fordern, dass alle, die sich der Korruption schuldig gemacht haben, als Kriminelle verurteilt werden. Es ist bekannt, dass in den vergangenen vierzig Jahren 1500 Milliarden Dollar auf unklaren Wegen verschwunden sind, und zwar spurlos. Wir fordern, dass dieses Geld aufgespürt wird und dem Volk zu Gute kommt.”