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"Sie werden das Regime im Jemen stürzen"

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"Sie werden das Regime im Jemen stürzen"

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Die Proteste im Jemen analysiert für euronews Abdullah Al Fakih, er ist Oppositionspolitiker und lehrt als Politikprofessor an der Universität in Sanaa:

“Was wir hier sehen, ist eine öffentliche Jugendbewegung. Sie begann in den Straßen einiger Städte. Die Demonstranten verlangten den Rücktritt von Präsident Ali Abdallah Saleh. Inzwischen ist die Bewegung größer geworden und hat sich im ganzen Land ausgebreitet.”

“Ich denke, die Demonstranten werden das Regime stürzen. Denn ihre Forderungen werden von allen Schichten der jemenitischen Bevölkerung und den Oppositionsparteien geteilt. Auch wenn diese Parteien nur langsam reagieren, werden sie sich – jedenfalls nach meiner Analyse der Lage – der Jugendbewegung anschließen.”

“Das Regime unter Saleh instrumentalisiert al-Kaida. Es sagt, wenn es die Macht abgibt, wird sich das Terrornetzwerk im Jemen und auch international weiter ausbreiten. Und im Jemen käme es zu einem endlosen Bürgerkrieg.”

“Natürlich gibt es immer Risiken bei Übergängen. Aber die Angst vor den Unsicherheiten des Wechsels ist nicht so groß wie die Angst vor dem gegenwärtigen Regime.”

“Es gibt hier Al-Kaida und andere Rebellen im Norden und Unabhängigkeitsbestrebungen im Süden, und dazu eine schwierige wirtschaftliche Situation. Die Lösung dieser Probleme ist viel komplizierter, wenn das gegenwärtige Regime an der Macht bleibt.”